„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“
Psalm 46,2
Gott ist! Ja, was ist Gott überhaupt für uns? Ist er einer, der uns Angst macht? Ein Fremder? Ein ferner Gott? Wer Gott für uns ist, bestimmt unseren Umgang mit ihm. Die Söhne Korahs, die den obigen Psalm geschrieben haben, müssen sich überlegt haben, wer Gott für sie ist:
Gott ist unsere Zuversicht, sagen sie. Gott ist einer, der Hoffnung gibt. Eine Hoffnung, die den Niedergeschlagenen aufrichtet.
Die Elberfelder Übersetzung gebraucht das Wort „Zuflucht“. Da ist Gott Jemand, zu dem man in einem Sturm flüchten kann und Sicherheit findet.
Gott ist auch Stärke. Früher war Stärke ein Mittel, mit welchem man Hemdkragen oder Manschetten steif machen konnte. Mit diesem Mittel bekam ein Material Stabilität, das es in sich selbst nicht hatte. Haben wir Stabilität aus uns selbst heraus? Brauchen wir nicht auch ein Mittel? Die Söhne Korahs erkannten: Gott ist unsere Stärke. In Ihm ist Halt.
Aber sie bleiben nicht bei diesen beiden Dingen stehen. Als Drittes bezeichnen sie Gott als ihre „Hilfe“ oder „Beistand“. Gott ist einer, der uns zur Seite steht. Wir sind nicht allein. Egal, wie die äußeren Umstände auch sind - da werden einige aufgezählt – wenn Gott uns zur Seite steht, gibt es keinen Grund zur Angst. Dabei sind die Umstände, die in den folgenden Versen genannt werden, wahrlich keine Kleinigkeit.
Darum fürchten wir uns nicht: Wenn die Welt untergeht, wenn die Berge ins Meer sinken, wenn das Meer wütet, wenn die Berge einfallen -Gott lässt sich durch alle diese Dinge nicht erschüttern.
Wie ist es da, wo Gott steht: „Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben.“ Mitten im Angesicht aller Katastrophen bleibt der Platz, wo Gott wohnt, ruhig. Bei Gott ist das möglich, weil es für ihn keine Katastrophe gibt, mit welcher er nicht fertig würde.
Gott will uns zu sich führen. Zum Ort der Ruhe. Zu dem Ort, bei dem man immer wieder Ruhe findet. Jesus sagt dasselbe: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so werdet ihr Ruhe finden für Eure Seelen.“ (Matth. 11,28)
Joachim Stöbis
Verfasst von Joachim Stöbis 