Gott redet – können wir noch hören?

21. Januar 2009

Und der Herr antwortete Hiob aus dem Wettersturm und sprach: … Hiob 38,1

Gott redet auch heute: durch Naturereignisse, Lebenskrisen und vieles mehr.

Hören wir seine Stimme? Hiob verstand Gott, als dieser durch ein heftiges Gewitter mit ihm redete. Was sagt Gott uns heute? Er sagt uns wer wir sind. Wir sind Menschen. Menschen die die Dinge nicht im Griff haben. Menschen die die Natur nicht im Griff haben. Wir können noch nicht einmal das Wetter richtig vorhersagen, geschweige denn den Ablauf des Wetters bestimmen. Wie ist das mit uns? Wer hat denn Angst vor hereinstürzenden Wassermassen oder einem Sturm,lichtspiele der Dächer davonfliegen lässt? Wir Menschen. Wir laufen davon. Wir bringen uns in Sicherheit oder wenn es ganz schlimm ist, können wir darin ums Leben kommen.

Gott sagt uns wer wir sind und…er sagt uns wer er ist.

Gott hat das Wettergeschehen in der Hand. Die Jünger Jesu hatten Angst vor Wellen und Sturm, aber die Angst wurde größer, als Jesus aufstand und Wind und Wellen bedrohte und eine sofortige Stille eintrat. Da bekamen sie eine noch größere Angst vor dem, dem Wind und Wellen gehorchen.

Jesus lief nicht davon. Er hatte das Geschehen in der Hand und bestimmte seinen weiteren Verlauf.

Gott hat keine Angst, weder vor Wind und Wellen noch vor irgendeinem Sturm. Gott läuft nicht davon. Gott muß sich nicht in Sicherheit bringen. Er bleibt der Bestimmende in und über allem Geschehen.

Wenn das so ist: Dann gibt uns das Trost, denn ihm entgleitet nichts.

Dann sagt mir das aber auch, daß es voll daneben ist, wenn wir uns wie die Götter aufspielen. Davonlaufende Götter, die Angst haben vor Wellen und Sturm, das gibt kein gutes Bild ab. Also kehren wir lieber zu dem zurück was wir sind! Menschen – mehr nicht. Das heißt für mich: Demütig sein vor dem, der mein Schöpfer ist.

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Offenbarung 3,20

Joachim Stöbis


Der Mann mit dem Schlüssel kommt

7. Januar 2009

schlusselbund-02

Ich denke, jeder von uns hat schon ähnliche dramatische Erfahrungen mit verschlossenen Türen gemacht. Da saßen wir als Gruppe vor einer verschlossenen Klostertür im Wadi Kelt in Israel. Wir hatten einen längeren Weg in der Hitze auf uns genommen um dieses zu besichtigen, aber als wir ankamen, war gerade die Besichtigungszeit vorbei. Wir klopften an und warteten. Ob jemand öffnen würde? Und wahrhaftig: Der Mann mit dem Schlüssel kam, die Tür öffnete sich, wir konnten eintreten. Zuerst bewirtete er uns mit einer köstlich kühlen Erfrischung, dann führte er uns durchs Kloster.

Es gibt viele verschlossene Türen.

Neben der Hauptstadt Namibias, Windhoek, gibt es einen Township namens Katatura, was soviel bedeutet wie: „Der Ort, an dem wir nicht leben wollen.“ Armut ist ein Schlüssel, der den Weg in ein besseres Leben versperren kann.

Wie viele psychisch Kranke möchten heraus aus dem Gefängnis ihrer Krankheit, aber die Türen sind verschlossen. Trotz Medikamente flackert die Krankheit immer wieder auf.

Da sitzt einer unserer Ehemaligen im Gefängnis. Zwei unserer Gäste wollen ihn besuchen. Sie nehmen den Weg von 200 km auf sich, sind angemeldet. Wolfgang (Name geändert) weiß also Bescheid, dass Besuch kommt. Aber der Beamte teilt ihnen mit, dass Wolfgang sie nicht empfangen möchte, es gehe ihm sehr schlecht. So fahren sie wieder nach Hause. Es ist schlimm, wenn gleich mehrere Schlüssel Wege verschließen. Es ist als ob jemand den Schlüsselbund verloren hat. Den Schlüsselbund zum Leben.

Ein Weißer in Zentralafrika hat ein Buch über die Schwarzafrikaner geschrieben: „Der Mann mit dem Schlüssel ist gegangen.“ Ein deprimierender Titel. Doch Heinz Lettner, Missionar in diesem Gebiet, sagt: „Ich möchte diese Aussage umkehren: Der Mann mit dem Schlüssel kommt!“

Wir haben eine Hoffnung: Unser Mann – JESUS – hat versprochen wiederzukommen, er ist der Mann mit dem Schlüssel. Die Aussage: „Der Mann mit dem Schlüssel kommt!“ inspiriert mich. Sie gibt mir Hoffnung. Er wird verschlossene Türen öffnen. In Offenbarung 1,18 sagt Jesus: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

Joachim Stöbis


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