Wir übersehen schnell das Wesentliche

21. Januar 2009

In Christus liegen verborgen alles Schätze der Weissheit und der Erkenntnis.

Kolosser 2,3

In Christus liegen verborgen alle Schätze. Man sieht sie aber nicht auf den ersten Blick. Man hat Gottes Wort vor sich und sieht den Schatz nicht. Wie in einer Schatzkiste: Wir meinen, wir haben sie schon ausgeräumt, wir wissen schon alles, aber wir übersehen schnell das Wesentliche. Wir übersehen, das da noch was drin ist. In Jesus sind immer noch Schätze drin. Aber seine Schätze sind nicht gleich sichtbar. Wir suchen zu sehr mit unserer menschlichen Weissheit. Doch geistliche Schätze sind nur auf geistlichem Wege zu heben.

Alle Schätze, liegen in Christus verborgen. Alle Schätze. Ja wirklich, alle Schätze, das ist kaum zu glauben. Das würde ja heißen: Wenn wir bei Jesus suchen, sind wir am Ziel angekommen. Wenn uns Weissheit fehlt, brauchen wir nur bei Jesus suchen er hat die Weissheit. Wenn uns Erkenntnis mangelt, brauchen wir nur bei Jesus suchen, er hat die Erkenntnis.

Das heißt aber auch: Es gibt an Christus vorbei keine wirkliche Weissheit und Erkenntnis. Sicher, wenden wir ein, gibt es irdische Weissheit und Erkenntnis. Aber neben vielem Guten führt uns irdische Weissheit an der Hauptsache vorbei. Eine Weissheit, welche aber die Hauptsache ausklammert, kann als Erkenntnis nur Dummheit hervorbringen. Menschliche Weisheit kann unser Leben verlängern aber letztlich lässt sie uns krank zurück, denn sie klammert den Schöpfer des Lebens aus. Christus führt uns immer zu seinem Vater. Er verspricht uns kein langes Leben, aber dafür ewiges Leben. Seine Schätze machen reich.

„Schnelles Hinschauen lohnt sich nicht, da geht zu viel verloren. Darum lohnt sich immer auch der zweite Blick.“ So hieß es vor kurzem in einer Heimatsendung des ORF. Gilt das nicht viel mehr für unser Leben mit Christus?

Joachim Stöbis


ICH – DER GROSSE STROM – würde eines nie tun……

21. Januar 2009

von Joachim Stöbis

groser-strom

Wenn ich an meinen Anfang gehe, dann ist der sehr unscheinbar. Kaum einer interessiert sich dafür. Eine kleine Quelle, was ist das schon? Und dann ein munteres Bächlein, das über die Steine hüpft, was ist das schon Besonderes? Kinder hüpfen über mich hinweg, bauen ihre Wasserräder. Aber Menschen, die mich genauer beobachtet haben, sagen, dass diese kleine Quelle der Anfang für den großen Strom ist. Aber wenn ich nur von dieser kleinen Quelle leben würde, dann würde ich bald versiegen und keiner würde mehr von mir reden; aber ich habe viele Quellen und viele muntere Bächlein, die in mich hineinfließen. Immer breiter werde ich und die Kinder können nicht mehr über mich hinwegspringen- ja, die Menschen haben Brücken gebaut, um auf die andere Seite zu gelangen.

So werde ich immer breiter und immer tiefer und die Bäche, die in mich hineinfließen werden zu Flüssen.

Da entdecke ich, dass ich durch die anderen zu dem werde, was ich bin: Ein großer Strom.

Am Anfang, da planschten die Kinder mit meinem Wasser, ich war zu klein, dass sie in mich eintauchen konnten, aber jetzt kann ich große Schiffe mit großen Lasten tragen. Menschen bauen ihre Häuser an meinen Ufern. Ihre Häuser glitzern in meinen Wassern. Und das ist nicht alles. Fische schwimmen in mir auf und ab. Weil mir meine Quellen wichtig waren, darum kann ich leben und anderen Lebensraum geben.

Wenn ich über mich selbst nachdenke, dann muss ich an den Menschen denken. Ein Mensch lebt doch auch nicht von sich selber. Ganz klein und unscheinbar fängt sein Leben an, aber wenn er lernt, von seinen Quellen in Gott zu leben, dann kann er für andere zu einer Quelle werden. “Alle meine Quellen sind in dir”, sagt ein Psalmdichter ( Psalm 87,7b). Wenn Gott für einen Menschen die Quelle ist, dann hat dieser Mensch Tragkraft.

Aber da habe ich Menschen entdeckt, die tun etwas, was ich nie tun würde. Da gibt es Menschen, die schneiden sich von ihren Quellen ab. Ihnen ruft Gott verwundert zu: “Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie!” (Jeremia 2,13)

Stellt Euch vor – Ich, der Strom – käme auf diesen Gedanken. Die Bäche versiegten, die Fische würden sterben, die Schiffe lägen am Grund. Kein Glitzern der Häuser mehr in meinen Fluten. Wenn, dann bliebe von mir nur noch eine stinkende Brühe über, vor der jeder davonläuft. Wenn ich mich von meinen Quellen abschneiden würde, dann wäre ich kein Strom mehr. Meine Daseinsberechtigung wäre dahin.

Darum kann ich den Menschen nur sagen: bleibt bei euren Quellen in Gott und wenn ihr sie verlassen habt, dann kehrt doch zu ihnen zurück.

Lebt von Dem, der euch das Leben gab. Dann seid ihr das, wozu ihr vom Schöpfer bestimmt seid. Licht, Glanz, Wohltat, Tragkraft, Freude und vieles mehr für andere. Andere werdet ihr glücklich machen und euch selber ein erfülltes Leben geben.

Euer Strom


Gott redet – können wir noch hören?

21. Januar 2009

Und der Herr antwortete Hiob aus dem Wettersturm und sprach: … Hiob 38,1

Gott redet auch heute: durch Naturereignisse, Lebenskrisen und vieles mehr.

Hören wir seine Stimme? Hiob verstand Gott, als dieser durch ein heftiges Gewitter mit ihm redete. Was sagt Gott uns heute? Er sagt uns wer wir sind. Wir sind Menschen. Menschen die die Dinge nicht im Griff haben. Menschen die die Natur nicht im Griff haben. Wir können noch nicht einmal das Wetter richtig vorhersagen, geschweige denn den Ablauf des Wetters bestimmen. Wie ist das mit uns? Wer hat denn Angst vor hereinstürzenden Wassermassen oder einem Sturm,lichtspiele der Dächer davonfliegen lässt? Wir Menschen. Wir laufen davon. Wir bringen uns in Sicherheit oder wenn es ganz schlimm ist, können wir darin ums Leben kommen.

Gott sagt uns wer wir sind und…er sagt uns wer er ist.

Gott hat das Wettergeschehen in der Hand. Die Jünger Jesu hatten Angst vor Wellen und Sturm, aber die Angst wurde größer, als Jesus aufstand und Wind und Wellen bedrohte und eine sofortige Stille eintrat. Da bekamen sie eine noch größere Angst vor dem, dem Wind und Wellen gehorchen.

Jesus lief nicht davon. Er hatte das Geschehen in der Hand und bestimmte seinen weiteren Verlauf.

Gott hat keine Angst, weder vor Wind und Wellen noch vor irgendeinem Sturm. Gott läuft nicht davon. Gott muß sich nicht in Sicherheit bringen. Er bleibt der Bestimmende in und über allem Geschehen.

Wenn das so ist: Dann gibt uns das Trost, denn ihm entgleitet nichts.

Dann sagt mir das aber auch, daß es voll daneben ist, wenn wir uns wie die Götter aufspielen. Davonlaufende Götter, die Angst haben vor Wellen und Sturm, das gibt kein gutes Bild ab. Also kehren wir lieber zu dem zurück was wir sind! Menschen – mehr nicht. Das heißt für mich: Demütig sein vor dem, der mein Schöpfer ist.

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Offenbarung 3,20

Joachim Stöbis


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