Neuausrichtung

8. Januar 2009

Neuausrichtung ist notwendig wenn etwas aus der Richtung gekommen ist. Solange es sich um das Geraderichten eines alt gewordenen Gartenzaunes handelt geht das ja noch, wenn aber in unserem Leben etwas aus der Richtung gekommen ist, dann wird es schon schwieriger

Jeder von uns braucht Neuausrichtung. Selbst wiedergeborene Christen benötigen sie, denn nach aller christlichen Sonntagsbegeisterung kommt für uns immer wieder der Montag an dem die Zeit des Hochgefühls vorbei ist.

Montag ist Alltag, arbeiten in dergleichen Firma, am bekannten Arbeitsplatz, mit denselben Kollegen.

Aber der Alltag kann nicht nur in den „weltlichen“ Dingen Alltag sein: Stille Zeit, Bibelstunde, Chor, Gottesdienst. Selbst die geistlichen Dinge wiederholen sich. Selbst der Sonntag kann zum Alltag werden. Da besteht die Gefahr müde zu werden. Wenn man müde wird, feiert der alte Adam seine Auferstehung. Da gewinnen die Dinge Macht, die früher unser Leben bestimmt haben. Gott kennt uns. Er kennt unseren Hang zur Trägheit.

Weil Gott uns kennt, darum sagt er in Hebräer 12, 12: Darum richtet wieder auf die lässigen Hände und die müden Knie. Was soviel heisst wie: Nehmt eure Verantwortung wieder neu wahr, denn ihr seid nicht Christen für euch selbst.

Wir alle haben Aufgaben, eine dieser kann Mission bedeuten: „Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker!“ sagt Jesus seinen Jüngern. Und wer in Gottes Wort schaut wird noch weitere Aufgaben entdecken.

Eine Neuausrichtung kann bedeuten das Gewohnte in Frage zu stellen: Ist der Platz an dem ich jetzt stehe noch der Richtige? Es kann bedeuten das Bisherige liegen zu lassen und wie ein Petrus die Fischerei an den Nagel zu hängen, um Jesus nachzufolgen.

Joachim Stöbis


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