Folgenschwere Kleinigkeit

7. Januar 2009

oelkrug01By Joachim Stöbis

Vor einigen Tagen wollte ich mein Autoradio ausbauen. Ich hatte mir vorsichtshalber eine ganze Reihe Schraubenschlüssel bereit gelegt. Als ich mit der Arbeit begann stellte sich heraus, dass der richtige Schlüssel nicht dabei war. Zehner, elfer, dreizehner und vierzehner hatte ich, aber der Zwölfer fehlte mir. Nun zwischen einem elfer und zwölfer Schlüssel ist kein großer Unterschied; aber doch wiederum so groß, dass man mit einem elfer Schlüssel keine zwölfer Schraube öffnen kann. Eine Kleinigkeit mit großen Folgen.

Jesus spricht in dem Gleichnis von den 10 Jungfrauen (Matthäus 25,1-13) auch von einer „folgenschweren Kleinigkeit“. Zehn Jungfrauen waren zu einer Hochzeit eingeladen und warteten auf das Kommen des Bräutigams. Weil in Israel die Hochzeiten nachts durchgeführt werden wegen der großen Hitze, nahmen sie alle ihre Öllampen mit und gingen dem Bräutigam entgegen. Weil dieser aber lange ausblieb wurden alle müde und schliefen alle ein. Als er dann endlich kam, standen alle auf. Alle machten ihre Lampen fertig. Aber dann begann das Problem, denn fünf hatten vergessen Öl mitzunehmen. Ihre Lampen waren bereits erloschen. So konnten sie den Bräutigam natürlich nicht begleiten, sondern mussten zurückgehen um Öl zu kaufen. Als sie dann verspätet zur Hochzeitsfeier kamen, wurden weitere Gäste nicht mehr eingelassen. Die Tür blieb für sie zu.

Eine folgenschwere Kleinigkeit. Wenn man bedenkt das Jesus mit dem Gleichnis das Hochzeitsmahl bei Gott im Himmel meint. Den Eintritt zu diesem Hochzeitsmahl erhält man hier auf der Erde mit seiner Entscheidung für ein Leben mit Jesus. Die Teilnahme an kirchlichen Traditionen hilft uns nichts. Es geht um das HABEN WENN ES DRAUF ANKOMMT. Es ist schlimm wenn man nicht hat und vom ewigen Leben ausgeschlossen bleibt.

Joachim Stöbis


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