Getragen fühle ich mich, fortgetragen in eine Tiefe, die ich wohl nicht kenne.
Da ist Licht und da ist Leben, da ist verzeihen und da ist geben.
Da ist jemand, der mich trägt und mich niemals fallen läßt.
Er trägt mich ganz behutsam. Gehe ich einen Schritt,
so ist er unter mir und der Schritt ist getragen durch seine Kraft.
Und auch den nächsten Schritt brauche ich nicht allein zu gehen!
Denn Du trägst mich!
Und wenn ich auf die Knie falle, weil ich Deine Herrlichkeit sehe,
so bist Du nicht fern, am andern Ende Deines Tempels; nein,
Deine Liebe, sie durchdringt mich und ich bin Dir ganz nah.
Und ohne ein Wort gesprochen zu haben, weißt Du, was ich brauche;
ohne mich bewegt zu haben, siehst Du meine Not und mein Gebrechen.
Du hältst mich und Du läßt mich nicht los, denn Du weißt,
wie nötig ich Dich habe. Ohne Dich wäre ich nicht
und ohne Dich würde nichts bestehen, was seinen Bestand hat.
Du bist, und dafür danke ich Dir!
Cornelia Halbwidl
Verfasst von Joachim Stöbis 
