Gesegnete Schwierigkeiten

27. Februar 2009

Gott stellt die Seinen an Orte und zu Menschen, die am ehesten geeignet sind, ihnen zu geistlichem Wachstum zu verhelfen.

* Er bringt einen, der schnell ist, zusammen mit einem, der langsamer ist, und einen Ruhigen mit einem, der gern redet, damit der Schnelle mit dem Langsamen geduldig wird, und der Redselige an dem Ruhigen das Stillsein lernt.

* Er bringt einen Ordnungsliebenden zusammen mit einem Unordentlichen, damit beide ihre Lektionen lernen. – Oft ist unsere Umgebung genau die Antwort auf unsere Gebete.

* Wir beten um Geduld, – und Gott schickt uns solche, die uns bis zum äußersten auf die Probe stellen, “weil Trübsal Geduld wirkt.”

* Wir beten um Selbstlosigkeit, – und Gott gibt uns die Gelegenheiten, uns selbst zu opfern, indem wir an “das, was des andern ist”, denken.

* Wir beten um sieghaftes Leben, – und schon stürzen die Dinge der Welt in einem Sturm von Versuchungen auf uns herab, denn “unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwindet.”

* Wir beten um das Eins werden mit Jesus, – und Gott löst natürliche Verbindungen und lässt unsere besten Freunde uns missverstehen und gleichgültig gegen uns werden.

* Wir bitten darum, Jesus nachzufolgen, – und er trennt uns von der Heimat und lieben Menschen, weil er selbst gesagt hat: “Wer nicht verlässt alles, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.”

* Wir beten um Ruhe – und alles in uns und um uns ist Verwirrung, damit wir es lernen, “wenn Er Ruhe gibt, kann niemand sie nehmen.”

(Verfasser unbekannt)


“Frühwarnsystem” im Angesicht des Feindes

28. Januar 2009

burgKeine Angst, ich bin kein Mitarbeiter in einer Einkaufsgesellschaft für Kriegsgeräte. Aber nicht nur mich beschäftigen die schrecklichen Bilder, die immer wieder um die Welt gehen und Kriegshandlungen zeigen. Kriegshandlungen die Schmerzen, Tränen, Leid und Elend auslösen. Hinter jedem Mensch der betroffen ist steckt ein einzigartiges Schicksal.

Hohe Politiker wundern sich, wie heute, in unserem aufgeklärten 20 Jahrhundert, so etwas passieren kann. Ich wundere mich nicht, denn der Mensch ist eben nicht im Kern “gut”, wie allgemein gedacht wird, sondern böse von Jugend auf.

Gottes Wort ist aktuell. Eines der letzten Worte, die Jesus seinen Jüngern sagte, bevor er abgeführt wurde, lautet: “Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet!” Matthäus. 26,41

Warum wachen, warum Wächter? Ganz einfach: weil es Feinde gibt. Es gibt Menschen – Mächte – Gewalten – die uns zerstören wollen, die uns das Wertvollste wegnehmen wollen, was wir haben – unsere Freiheit, unsere Familie, unsere Freunde, unseren Besitz, unsere Beziehung zu Jesus. Jesus will, dass wir wach sind und mit Feinden und Gefahren rechnen.

Verlassen wir einmal gegenwärtige Kriegsschauplätze und gehen in unser romantisches Mittelalter. Da wurden stolze Burgen erbaut. Nach welchen Kriterien ging man beim Bau vor? Die Aufmerksamkeit galt bereits der Wahl des Bauplatzes. Dabei hatten die Burgherren nicht nur den Feind im Auge, sondern auch sich selbst. Sie sahen zwei Realitäten: Erstens: ihre Schwachheit, und zweitens: die Stärke des Feindes. Die Frage lautete: wie können wir trotz dieser Situation überleben und sogar siegen? Um beides zu erreichen, wurden weithin sichtbar, doch schwer erreichbar, die Burgen auf einem hohen Felsen erbaut. Und damit nicht genug: sehr viel Geld steckten die Burgherren in den Bewachungsapparat ihrer Burg mit umlaufenden Wehrgängen. Wache also ringsum und rund um die Uhr. Warum dieser Aufwand? Die Burgherren rechneten mit Feinden – sie rechneten mit Gefahr, darum sorgten sie vor. So besaßen sie die Möglichkeit, dass sie kein Angriff unmittelbar treffen konnte. Ein Angriff ohne solche Vorsorge hätte schlimme Folgen gehabt. Wachen bedeutet: Vorsorge, was soviel heißt wie: kümmere dich vorher drum. Bei all ihren Planungen hatten die Burgherren den Feind von außen im Auge.

Beziehen wir das Beispiel auf uns: es gibt Feinde, die von innen kommen. Diese sind viel gefährlicher, als die Feinde von außen. Der Feind von innen ist nicht sichtbar. Er ist ein Teil von uns. Er lebt unter uns. Wir haben uns an ihn gewöhnt. Doch kein Haus kann bestehen, das in sich uneins ist.

Diese Gedanken erscheinen mir besonders wichtig in Bezug auf die Suchtproblematik. Der Süchtige hat den Feind in sich. Der Feind ist ein Teil von ihm. Manche sind blind für den Feind und schieben ihre Probleme weg. Andere ahnen, dass ihr Problem etwas mit ihrer Person zu tun hat. Die dritte Gruppe ist sich des Problems sehr wohl bewusst, kriegt aber die Kurve nicht. Die vierte Gruppe will nicht nur ihre Symptome bearbeiten, sondern auch ihr Problem, sie wollen weg und sie schaffen es.

Schauen wir uns das Ganze näher an und kommen dabei auf obiges Bild zurück. Da ist zunächst die Einsicht: Ich bin schwach, der Feind in mir ist stärker als ich. Ich brauche Hilfe. Was ist wirklich mit mir los? Irgendetwas in mir stimmt nicht. Was stimmt da nicht? Da gibt es “Mächte”, die mich nicht loslassen wollen, z.B. die Macht der Gefühle! Das übermächtige Gefühl, “saufen” zu müssen. Warum kann ein Gefühl eine dermaßen starke Macht bekommen? Weil hinter dem Gefühl ein Motto steht: “Ich will mir das nicht nehmen lassen!”, “Rede mir nicht rein!”, “Lass mich doch in Ruhe!”, “Ich mach, was ich will!” Wer so denkt, wird Wege suchen, seinen Willen zu verwirklichen.

Dazu ein Beispiel: Kurt ist wegen seiner Alkoholproblematik in einem Therapiezentrum in Deutschland. Seine Therapie ist bald abgeschlossen. Er bittet um Ausgang, um in seiner Heimatstadt eine Wohnung zu suchen. Hierfür wollte er sich auch an die Stadtverwaltung wenden, um dort einen Antrag für eine günstige Wohnung zu stellen. Die Sache klang vernünftig und niemand hatte Einwände dagegen. Mit dem Zug machte er sich auf den Weg. Zuerst erledigte er den offiziellen Teil, dann hatte er Zeit – auch Zeit für die Sucht. Und hier erreicht das Gefühl – endlich mal wieder ein Bier zu trinken – seinen Höhepunkt. Das Gefühl wurde zur alles beherrschenden Macht.

Als Kurt drei Tage später wieder im Therapiezentrum auftauchte, rollte man hier das Geschehen auf. Wie konnte das passieren? Kurt hatte im Vorfeld bereits mit Lügen gearbeitet. Sucht braucht Geld und so hatte er für diesen Tag “gespart”. Mit der Wohnungssuche hatte er auch einen echten Grund, in die Stadt zu fahren. Dies gab ihm ein reines Gewissen. Keinem würde so schnell auffallen, dass etwas nicht stimmt. Und das Geld, das gehöre sowieso ihm. Als Kurt nun in der Stadt war und alles erledigt hatte, irrte er noch eine Zeitlang herum. Er merkte irgendetwas war falsch. Er fing an zu beten: “Herr, bewahre mich!”, aber das Gefühl war stärker. Es hatte bereits die Macht übernommen. Warum?

Beim Gebet redet ja Gott in unser Leben, in unsere Lebenssituation hinein. Es ist das Motto, das tief in meinem Inneren andere Stimmen (auch Gottes Stimme) ablehnt: “Es hat mir niemand etwas dreinzureden!” Es war Kurts Motto, das ihn hinderte, von der Sucht wegzukommen.

Jesus sagt uns: “Wachet und betet.” Der Süchtige verabscheut die Wache. Es passt ihm nicht, wenn ihm einer dreinredet. Er hofft, dass keiner aufpasst. Er will machen, was er will.

Wenn nun ein Mensch mit einem Suchtproblem betet: “Herr, nimm mir das weg”, dann ist das nicht zielführend! Er macht damit ja wieder jemand von außerhalb verantwortlich, auf den er eigentlich gar nicht hören will. Es gibt ein zielführendes Gebet, das aber nur mit grundlegender Änderung der inneren Einstellung möglich ist: “Herr, ich bringe dir die Sache, die ich mir bisher nicht nehmen lassen wollte. Herr, ich bringe dir mein schönstes Gefühl.” Das heißt Abschied nehmen von einem Motto. Von einem zerstörerischen Motto! Doch dazu ist notwendig, dass aller Stolz zerbricht, denn der Stolze ist stark. Der Stolze braucht keinen Wächter. Dagegen braucht der Schwache Wächter. Der, der sich seiner Schwachheit bewusst ist, stellt Wachen auf.

Stellen wir Kurt einige Fragen: “Was brachte dir bisher die Sucht?” “Sicherheit, innere Ruhe und Gelassenheit. Ich bin gesprächiger als sonst, das gibt mir Anerkennung. Ich vergesse vieles, wenn ich trinke, an das ich sonst denke, und das gibt mir Entlastung.”

“Und wie sind die Anzeichen für einen neuen ‘Absturz’ bei dir?” “Zuerst fange ich an nervös zu werden. Danach bekomme ich ein Schwindelgefühl, als wenn ich gleich umfallen würde. Dann kommen die Gedanken an Alkohol: Hoffentlich schaff ich’s! In der Folge schlafe ich unruhig. Ich denke immer häufiger an Alkohol. Nun wird der Drang, Alkohol zu trinken immer mächtiger. Ich kann es nicht mehr aushalten und trinke!”

“Und an welchem Punkt kannst du die Sucht noch beherrschen?” “Wenn ich nervös werde.” “Bist du bereit, dann schon mit deinem Betreuer darüber zu reden? Denn, wenn du redest, Kurt, nimmst du dir ja die Möglichkeit trinken zu können. Willst du dir selbst die Möglichkeit nehmen?”

Beten heißt: Sprich! Rede mit Gott! Rede mit einer Vertrauensperson! Auf den Burgen des Mittelalters hätten alle Wachtürme nichts genutzt, wenn die Wächter ihre Beobachtungen nicht weitergegeben hätten. Der Süchtige trägt seine Wache in sich. Wenn er schweigt, ist der Rückfall, in vielen Fällen, nur noch eine Frage der Zeit. Zu Beginn reden, “wenn der Feind noch in der Ferne ist”, das bringt den Sieg. Wer redet – mit Gott, mit anderen, in einer Gefährdetengruppe, in der Seelsorge, der lüftet sein Geheimnis. Mit dem Lüften des Geheimnisses wird der Bann zerbrochen. Der Weg in die Freiheit ist schwer, aber er lohnt sich!

Joachim Stöbis


Im Kern gut oder böse von Jugend auf

28. Januar 2009

Wie ist das nun? Ist der Mensch gut oder nicht? Vor einiger Zeit schrieb ich in einer INFORMATION eine Aussage der Bibel über den Menschen: (1. Mose 8,21) “Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.”

Stimmt das nun oder nicht? Nun, ich gehe davon aus, daß Gottes Wort die Wahrheit sagt. Und das ist unabhängig davon, ob uns diese Wahrheit gefällt oder nicht.

Doch gehen wir einmal einige Kapitel im 1. Buch Mose (Genesis) zurück. Da heißt es: Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. -Dazu gehörte auch der Mensch.- Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bebaute und bewahrte. So weit war also alles bestens. Dann kommt aber das, was die Bibel mit SÜNDENFALL bezeichnet. Ab da war es nicht mehr gut. Der Mensch verweigerte seinem Schöpfer den Gehorsam. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Was tat Gott damals mit dem Menschen? Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, daß er die Erde bebaute, von der er genommen war.

War damit alles schlecht, was der Mensch tat? Keinesfalls! Adam bebaute den Garten Eden. Als Gott ihn aus dem Garten Eden vertrieben hatte, bebaute er nach Gottes Auftrag den Garten, von dessen Erde er genommen war. Er sorgte somit für seine Familie und das war gut und das ist bis heute gut.

Jesus sagt, dass die, die wir arg sind, doch unsern Kindern gute Gaben geben können. Was ist dann aber falsch? Schauen wir uns einmal die folgende Seite an:

Als Gott den Menschen schuf, waren ER und der Mensch ohne Sünde Adam tat zunächst was Gott wollte und blieb damit, was die Sündlosigkeit betraf auf einer Linie mit Gott. Die waagrechte Linie in der folgenden Skizze soll dies verdeutlichen.

gott_mensch

Gutes tun wiegt niemals Böses tun auf.

Nun denkt man allgemein, wenn man Gutes tut, dann wiegt es das Böse auf. Dem ist aber nicht so! Warum nicht? Gute Taten sind ja das Normale für Gott. Gottes Taten sind immer gut. So kann unser “Gutes tun” nie unsere bösen Taten aufheben. Vieles, das wir tun, ist gut. Aber hilft uns diese Art “Gut sein” für die Ewigkeit? Kein Stück. Es ist wie bei der Polizei, wenn man in eine Verkehrskontrolle gerät. Diese verlangt die Papiere, geht ums Fahrzeug herum, entdeckt, dass ein Licht nicht brennt und

verlangt Geld für den einen Fehler am Fahrzeug. Für all das Gute und Richtige am Fahrzeug bekommt man keine Belohnung. Der eine Fehler zählt und wegen des einen Fehlers werden wir verurteilt. Und wir akzeptieren dieses Gesetz nicht nur beim Fehlverhalten im Straßenverkehr, sondern auch bei anderen Straftaten.waage

Von jemandem, der einen Menschen tötet, hört man oft: “Das hätten wir nie gedacht. Das war doch so ein guter Mensch!” All das Gute dieses Menschen wiegt aber die falsche Tat nicht auf.

Das Dilemma ist, dass wir immer wieder böse Taten tun. Woher kommen diese Taten? Wenn wir so gut wären, wie wir meinen, dürften uns diese Taten doch gar nicht passieren. Jesus ist doch auch keine böse Tat “passiert”. Also haben unsere bösen Taten etwas mit unserem wirklichen Herzenszustand zu tun. Die Bibel sagt: “Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzen ist böse von Jugend auf.” Wenn wir diese Tatsache akzeptieren, haben wir die Chance, durch das Sterben Jesu am Kreuz ein reines Herz zu bekommen. Wenn wir das nicht akzeptieren, werden wir wohl so bleiben wie wir in Wahrheit sind.

Joachim Stöbis


In unserem Keller lagen die schönsten Dinge, ohne dass wir davon wussten.

23. Januar 2009

Eine meiner früheren Arbeitsstellen im Behindertenbereich, so erzählt Bernhard Draxler, war die sogenannte „Briefmarkengruppe“. Dort wurden gebrauchte Briefmarken sortiert, ausgeschnitten und dann an verschiedene Sammler und Briefmarkenhändler weiterverkauft. Viele Privatpersonen, Ämter und Behörden, Pfarreien und Büros sandten uns zu diesem Zweck ihre Briefmarken.

Wir bekamen aber täglich so eine Menge gebrauchter Marken zugesandt, dass wir diese nicht mehr verarbeiten konnten. So wurden diese Sendungen, zum Teil ungeöffnet, im Keller gelagert. Nach einiger Zeit begann mich aber zu interessieren, was uns die Leute denn so alles geschickt hatten und ich fing an, in unserem Lager ein bisschen herumzustöbern und Sendungen zu öffnen. Was ich da fand, hatte ich so natürlich nicht erwartet. Zum Vorschein kamen, natürlich neben jeder Menge Briefmarken, auch Süßigkeiten und Geld, das uns die Leute freundlicherweise geschickt hatten. So lagen also in unserem Keller ungenutzt die schönsten Dinge herum, ohne dass wir davon wussten und sie so genießen konnten.

Mich erinnert dies an Weihnachten. Jesus ist da. Schon vor 2000 Jahren wurde er geboren. Er liegt bereits im „Keller des Lebens“ vieler Menschen. Jetzt geht es nur noch darum Jesus „auszupacken“ und zu entdecken wer ER wirklich ist.

Joachim Stöbis


Im Anfang schuf ZUFALL……

22. Januar 2009

zufall-2 Joachim Stöbis

Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe und ZUFALL schwebte auf dem Wasser

Und ZUFALL rief laut mit dröhnender fester Stimme: “Es werde Licht”, doch es funktionierte nicht. Und ZUFALL blickte forsch herum und sah …… nichts …..und nannte das Nichts Nacht, das war der erste Tag.

ZUFALL tappte im dunkeln, oben nichts, rechts nichts, links nichts, vorne nichts, hinten nichts, unten nichts. Da rief ZUFALL laut mit fester Stimme: Ich habe durst, doch da kam nichts.

Da rief ZUFALL laut: “Erde sei unter meinen Füssen!” Er beugte sich hinunter tastete nach seinen Füßen und unter seine Füße, da war …. nichts. Das war der zweite Tag.

ZUFALL bewegte sich im Nichts. Er sah nichts, er hörte nichts, er fühlte nichts. Wohin er kam, er stieß ins Leere. Nichts

Da sprach ZUFALL: “Ich will Leben!” Doch er sah nichts und hörte nichts und fühlte nichts. Das war der dritte Tag.

Das sagte ZUFALL: Ich möchte Orientierung. Ich sehe nichts. Ich möchte einen Weg erkennen. Wohin soll ich gehen? Wo stehe ich? Wie spät ist es? Welches Datum habe ich und welches Jahr? Was er auch sagte…… es geschah …..nichts. Das war der vierte Tag.

ZUFALL tastete sich vor – im Nichts. Wo ist Leben flüsterte er? Gibt es anderes Leben? ZUFÄLLE die anders sind als ich? Wo bin ich? Fliege ich oder schwimme ich. Liege ich oder stehe ich? Ich bin allein. Von was lebe ich? Das war der fünfte Tag.

Es ist kalt, dachte ZUFALL. Erbärmlich kalt oder ist es heiß? Kochend heiß?

Eines weiß ich: Ich bin allein. Er musste fühlen ob er war. Er tastete an seinem Körper. Berührte seine Hände aber da entdeckte er, dass er nur noch eine Hand hatte.

Er tastete weiter und fühlte, das es keine Füße mehr gab. Wozu brauchte er auch Füße, wenn er doch nirgendwo hingehen konnte? Wozu brauchte er Hände wenn er niemand berühren konnte?

Da dachte ZUFALL: Lasst mich ZUFÄLLE machen. ZUFÄLLE die mir gleich sind.

ZUFÄLLE die herrschen – ja worüber – herrschen über das was ich geschaffen habe.

Doch es geschah nichts. Kein ZUFALL kam ihm zur Seite.

Und ZUFALL sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, da war ….nichts. Das war der sechste Tag.

Wer bin ich, dachte ZUFALL? Er wollte seine ihm verbliebene Hand heben doch sie war nicht mehr da. Langsam fühlte er wie er sich auflöste. Hatte es ihn am Ende nie gegeben? Richtig sagte er sich. ZUFALL kann es nur geben, wenn Materie existiert.

Wo Materie ist, da kann sich zufällig etwas begegnen, aber ohne Materie gibt es keine Zufälle. Er musste leise in sich hineinlachen: ZUFALL kann niemals Materie machen.

Leise hauchte er seine letzten Worte aus:

Evolu – wie hieß das noch genau? – theorie, Ev – heorie, orie rie…ie.iiiiiiiiiiiiiiiiiiiii..

ZUFALLs letzte Gedanken und Worte verhallten ungehört in der Weite des Nichts.

see

Wie gut das wir Gott, den Schöpfer Himmels und der Erden, haben.

Was steht im ersten Kapitel der Bibel?

Die Schöpfung
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott asprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.
9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.
11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so.
12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre
15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.
16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde
18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels.
21 Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden.
23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.
24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so.
25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, azum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.
30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so.
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.



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