„Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe du hier, denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: ich verlasse dich nicht!“
2. Könige 2,2
Gott will Elia zu sich rufen. Aus welchen Gründen auch immer, sagt er zu Elisa: „Bleib du hier!“ Doch Elisa lässt sich nicht abschütteln. So gehen sie von Gilgal nach Bethel, von Bethel nach Jericho, von Jericho zum Jordan, vom Jordan durch den Jordan und weiter.
Dreimal fordert ihn Elia auf: „Bleib du hier!“ Jedesmal sagt Elisa: „So wahr der HERR lebt und du lebst: ich verlasse dich nicht!“
Doch nicht nur hier wird Elisa auf die Probe gestellt. Die „geistliche Presse“ der damaligen Zeit war auch zugegen: Die Prophetenjünger von Bethel und Jericho sagen zu ihm: „Weißt du auch, daß der HERR heute deinen Herrn von dir hinwegnehmen wird?“ Er aber sprach: „Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still.“
So läßt sich Elisa durch nichts am Dranbleiben hindern. Nun stehen sie am Jordan: „Endstation“? Nein – Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, so daß die beiden auf trockenem Boden hinübergingen.
Jetzt erst stellt Elia eine Frage, die für die ganze weitere Zukunft von Elisa von weitreichender Bedeutung werden sollte: „Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde.“ Elisa sprach: „Daß mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.“ Er sprach: „Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird’s geschehen; wenn nicht, so wird’s nicht sein.“
Was geschah: Elisa sah, wie Elia im Wetter gen Himmel fuhr. Elisa erhielt von Gott, was er erbeten hatte.
Elisa wäre sicher auch ohne dieses Erlebnis der Nachfolger Elias geworden. Aber er wäre geistlich schwach geblieben, weil ihm nie die Fülle des Geistes verliehen worden wäre wie jetzt.
Darum bleibe dran, wo es dranzubleiben gilt und habe den Mut „schweres“ zu erbeten. Es wird nicht nur Dir zum Segen werden.
Joachim Stöbis
Verfasst von Joachim Stöbis 


Ich sehne mich nach Ruhe, nach Plätzen an denen ich nichts höre, kein Autogeräusch mehr, keine dröhnenden Geräusche von Maschinen oder dem Stimmengewirr in einem Kaufhaus mit Musik und Durchsagen.