Lass dich nicht abschütteln

17. März 2009

„Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe du hier, denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: ich verlasse dich nicht!“entruckung_elias_grafik

2. Könige 2,2

Gott will Elia zu sich rufen. Aus welchen Gründen auch immer, sagt er zu Elisa: „Bleib du hier!“ Doch Elisa lässt sich nicht abschütteln. So gehen sie von Gilgal nach Bethel, von Bethel nach Jericho, von Jericho zum Jordan, vom Jordan durch den Jordan und weiter.

Dreimal fordert ihn Elia auf: „Bleib du hier!“ Jedesmal sagt Elisa: „So wahr der HERR lebt und du lebst: ich verlasse dich nicht!“

Doch nicht nur hier wird Elisa auf die Probe gestellt. Die „geistliche Presse“ der damaligen Zeit war auch zugegen: Die Prophetenjünger von Bethel und Jericho sagen zu ihm: „Weißt du auch, daß der HERR heute deinen Herrn von dir hinwegnehmen wird?“ Er aber sprach: „Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still.“

So läßt sich Elisa durch nichts am Dranbleiben hindern. Nun stehen sie am Jordan: „Endstation“? Nein – Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, so daß die beiden auf trockenem Boden hinübergingen.

Jetzt erst stellt Elia eine Frage, die für die ganze weitere Zukunft von Elisa von weitreichender Bedeutung werden sollte: „Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde.“ Elisa sprach: „Daß mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.“ Er sprach: „Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird’s geschehen; wenn nicht, so wird’s nicht sein.“

Was geschah: Elisa sah, wie Elia im Wetter gen Himmel fuhr. Elisa erhielt von Gott, was er erbeten hatte.

Elisa wäre sicher auch ohne dieses Erlebnis der Nachfolger Elias geworden. Aber er wäre geistlich schwach geblieben, weil ihm nie die Fülle des Geistes verliehen worden wäre wie jetzt.

Darum bleibe dran, wo es dranzubleiben gilt und habe den Mut „schweres“ zu erbeten. Es wird nicht nur Dir zum Segen werden.

Joachim Stöbis


Wetterbericht

14. Februar 2009

Es soll diese Tage weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

1.Könige 17,1

Der erste Auftrag, den Elia als Prophet ausführte, war ein Wetterbericht. Ist das nicht zu ungeistlich? Ein Wetterbericht ist doch keine Verkündigung,, so könnte man denken.

Ahab und seine Leute mögen am Anfang über Elias Wetterbericht gelacht haben, bis ihnen auf Dauer das Lachen verging. Sie mußten feststellen, daß sein Wetterbericht nicht menschlichem Wunschdenken entsprach, sondern gottgewollte Tatsache war. Es gab seit diesem Wort Elias tatsächlich weder Tau noch Regen. Eine Dürrekatastrophe brach aus, wie sie Samaria bis dahin nicht gekannt hatte.

2006-am-gaberl-031Auch wenn dir der Auftrag Gottes lächerlich erscheinen mag – gehe hin. Vielleicht ist es nur ein “Wetterbericht”, den du von Gott her weitergeben sollst – gehe hin – trotzdem.

Du magst die Tragweite nicht ermessen, die hinter dem Wort steckt – du mußt es auch nicht – entscheidend ist: Gott weiß was er tut und was er durch dich anderen sagen will. Du bist lediglich Werkzeug.

Wenn du weißt, was dir aufgetragen ist, ist Gottes Wort, dann gib es weiter ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.

Elias “Wetterbericht” hatte weitreichende Konsequenzen. Er war vordergründig nicht geistlich, doch am Ende führte er dazu, daß sich ein ganzes Volk Gott neu zuwandte und dem Götzendienst ein vernichtender Schlag zugefügt wurde.

Joachim Stöbis


Gottes Auswahlkriterium ist Liebe

21. Januar 2009

barmherziger-samariter

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. Römer 8, 34

Aber was hat Jesus für eine Kämpfertruppe? Welche Menschen finden wir im Wort Gottes? Schwache, Mutlose, Wegläufer, Versager: Elia lief vor Isebel weg, Petrus verleugnete Jesus, David brach die Ehe, und als Jesus seine Jünger besonders gebraucht hätte, liefen sie alle weg. Man kann das sicher beliebig erweitern bis in unsere Gegenwart. Ich brauche mich nur selber hier anhängen. Jesu Kämpfertruppe ist keine “preußische Armee”. Jesu Kämpfertruppe wird nicht ausgewählt nach irdischen Maßstäben, sie sind durch die Bank alles “beschädigte Ware”! Blinde, Lahme, Krüppel, Versager, eben: beschädigte Ware. Das Kriterium nach dem er aussucht ist: Liebe!

Gott kämpft nicht mit irdischen Mitteln, darum sucht er sich die Kraftlosen aus und erweist an ihnen und durch sie seine Stärke. Sind wir nicht manches Mal Komapatienten vergleichbar? Was kann schon ein Komapatient zu seiner Wiederherstellung tun? Nichts. Er ist ganz auf die Hilfe seiner Helfer angewiesen. So kennt Jesus unsere Ohnmacht und vertritt uns. Wir selber brauchen nichts zu bringen, alles kommt von ihm.

Eine Geschichte (Quelle unbekannt): Wenn ich am letzten Tag der Welt, wenn ich am Jüngsten Gericht vor den Thron Gottes treten muss und er mich fragt:

“Wer bist du?”, dann wird, noch ehe ich den Mund auftun kann, der Verkläger statt meiner antworten und sagen: “Herr, ich habe die Chronik seiner Vergangenheit in meiner Hand. Hier ist die Liste der Heimlichkeiten in seinem Leben, von denen kein Mensch weiß. Hier sind die Worte, mit denen er verleumdete, weh tat und tötete. Hier ist aufgezeichnet, wo er geschwiegen und nichts unternommen hat, als sein Nächster auf ihn wartete. Dies, Herr, ist ein Psychogramm seiner Eifersüchte, seines Hasses, seines Neides und seiner Gier. Das war es; Herr, das ist seine Vergangenheit, so wie nur ich sie kenne und keiner seiner Mitmenschen, vor denen er Theater gespielt hat. Das ist er, weil das seine Vergangenheit ist.”

Wenn der große Verkläger so gesprochen hat, wird ein Wunder geschehen. Dann sagt Gott, der Gerichtsherr des Jüngsten Tages:

“Hör auf mit deinen Attacken! Wenn ich frage, wer dieser ist, dann will ich gar nicht wissen, was er getan hat, denn alles Versagen in seiner Vergangenheit ist durch meinen Sohn Jesus Christus durchgestrichen worden.”

Joachim Stöbis


Ruh dich aus: Gott hat alles im Griff

8. Januar 2009

grosser-prielruh-dich-ausIch sehne mich nach Ruhe, nach Plätzen an denen ich nichts höre, kein Autogeräusch mehr, keine dröhnenden Geräusche von Maschinen oder dem Stimmengewirr in einem Kaufhaus mit Musik und Durchsagen.

Finden wir noch Ruhe? Die Ruhe, die ein plätschernder Bach, der Wind in den Zweigen oder das Zwitschern eines Vogels ausstrahlt. Es gibt nicht viele Plätze wo man diese Ruhe noch findet. Um wirklich hören zu können brauchen wir sie aber, diese Ruhe.

Wenn wir in Gottes Wort schauen, begegnet uns dort auch der Prophet Elia. Er erlebte Gott in der Stille.

„Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?“ (1. Könige 19,12-13)

Elia fand in der Stille eine Neuausrichtung für seinen weiteren Dienst. Aber nicht nur Elia, auch Jesus suchte bewusst diese Ruhe, um mit seinem Vater Zwiesprache halten zu können. „Und am Morgen, noch vor Tagesanbruch, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.“ (Markus 1,35)

Ruhe muss gesucht werden. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich zu dieser inneren und äußeren Ruhe gefunden habe, welche Gedanken Gott mir schenkt. Es sind Gedanken, die mir meine Unruhe nehmen. Es sind Gedanken, die mich neu ins Vertrauen führen.

In Südafrika las ich beim Botanischen Garten in Pretoria: „Ruh dich aus: Gott hat alles im Griff.“ So eine aufbauende Aussage, an einem Platz, an welchem man ihn nicht vermutet, musste ich denken.

„Ruh dich aus, Gott hat alles im Griff!“ Das ermutigt, Gott zu vertrauen. Wenn wir in dieses Vertrauen zu Gott hineinfinden, dann kann man alle innere Anspannung fahren lassen und wirklich relaxen – wirklich ausruhen. Tatsache ist: Gott hat wirklich alles im Griff. Lassen wir uns nicht blenden von Elend und Ungerechtigkeit dieser Welt, die uns vor Augen führen wollen, dass die Tatsachen eine andere Sprache sprechen. Gott hat wirklich alles im Griff. „Vor ihm sind die Völker der Erde wie ein Tropfen im Eimer.“ (Jes 40,15) Mit einem Tropfen im Eimer kann man nichts anfangen. Es ist, als ob Gott darüber schmunzelt, wie sich Völker aufspielen können, dabei kommt doch letztlich alle Macht von ihm. Er kann aufbauen und niederreißen. Und was im Großen gilt, gilt auch für den einzelnen Menschen.

Hier ein kleines Beispiel: Eine Frau aus Pretoria schreibt mir folgende Geschichte: „In unserem dunklen Süd-Afrika gibt es sehr viele Lichtpunkte. Wir haben eine ganz rechte politische Gruppe, die wirklich mit aller Macht das Land von der schwarzen Bevölkerung bereinigen wollen. Sie nennt sich AWB. Nun sitzt der Anführer dieser Gruppe, Eugene Terreblanche, bereits einige Jahre im Gefängnis.

Gott hat Humor und Seine Gnade ist erstaunlich. Der Pastor, der für dieses Gefängnis zuständig ist, ist ein Schwarzer. Dieser schwarze Pastor hat eine absolute Liebe für unseren Herrn und ist treu in seinem Dienst. Durch ihn konnte Eugene Terreblanche zum lebendigen Glauben an Jesus kommen. Immer, wenn die Medien diesen Mann interviewen , fängt er mit einem Gebet an. In seinem persönlichen Leben hat er eine totale Wende erleben dürfen. Seine ganze Bewegung muss es zur Kenntnis nehmen und wer weiss, wie das Herz dieser politischen Gruppe verändert wird.“

Darum „Ruh dich aus, Gott hat alles im Griff!“

Joachim Stöbis


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