Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, so sehen unsere Augen
auf den Herrn, unseren Gott, bis er uns gnädig werde. Psalm 123,2
Stelle dir vor, der Herr setzt sich zu dir, wenn du dich niedersetzt. Sprich mit ihm, wie wenn du mit deinem Freund redest. Sei dir seiner Nähe unbedingt bewusst. “Ich bin bei euch alle Tage.”
Konzentriere dich auf Ihn. Frage ihn, was er dir sagen möchte und er wird dir Dinge sagen, die in keinem Zusammenhang stehen zu dem, was du vorher gedacht hast. Doch dich wird es treffen – ermutigen und trösten.
Konzentration auf Gott ist ein inneres Sehen.
Wir lassen uns leicht gefangennehmen vom äußeren Sehen. “Eva sah, das von dem Baum gut zu essen war.” Dieses “Sehen” brachte sie zu Fall, denn es war die Konzentration auf das Irdische; es geht jedoch um die Konzentration auf das Himmlische. “Unsere Augen sehen auf den Herrn.”
Der Blick auf das Himmlische ist eher reizlos, wogegen das Sehen auf das Irdische voller Reize (reizvoll) ist.
Doch die Befriedigung unseres Herzens findet seine Erfüllung nie in der Konzentration auf das Reizvolle- (Irdische) sondern immer nur im Sehen auf den Herrn.
Die auf den Herrn sehen, werden strahlen vor Freude und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.
Fasse den Entschluß, einzig und allein auf den Herrn zu sehen. Fange damit in der Sache an, die dich jetzt bewegt.
Joachim Stöbis
Verfasst von Joachim Stöbis 






