Ich will nicht mehr mit Sachen spielen, ich will mit Kindern spielen!

11. März 2010

Südafrika, Land der Weite, der Endlosigkeit, der verschwimmenden Horizonte. Land ungezählter Tiere. Land schwarzer, weißer und farbiger Menschen. Land von allein elf Nationalsprachen. Land des Reichtums und bitterer Armut.  Land widersprechender Gefühle zwischen Faszination und Tränen. Land überschwänglicher Freude  und Resignation. Land der Sehnsucht. Land der Ruhe und des Lärms. Land millionenfacher Schicksale. Omphile gehört dazu.

Kinder beim Fussball spielen in Mamelodi bei Pretoria in Suedafrika

Omphile ist 5 Jahre alt und lebt in einem Township.  Seine Mutter ist oft weg, weil sie in der großen Stadt, in verschiedenen Haushalten als Reinigungskraft arbeitet. Die Oma passt dann auf ihn auf. Nachmittags kommen seine Geschwister von der Schule. Sein Vater taucht nur sporadisch auf.

Eines Tages wird seine Mutter gebeten das Haus eines ihrer Dienstgeber zu hüten, sie könne ihre Familie mitbringen. Und so wohnte Omphile im Haus von Weissen. Als er sein Zimmer bezog meinte er: „Jetzt bin ich auch ein Weisser!“  Die ersten zwei Tage spielte er mit den Spielsachen der Kinder. Am dritten Tag aber kam er zu seiner Mutter und sagte: Ich will nicht mehr mit Sachen spielen, ich will mit Kindern spielen!

Sachen oder Kinder. Gegenstände oder Beziehung.  Wir haben in unserer  Wohnung viele Gegenstände. Mit immer mehr Gegenständen verbindet uns eine Geschichte. Reiseerinnerungen, ein Globus vom Urgroßvater, Gemälde vom Großvater und Vater. Es ist schön diese Dinge zu haben, sie erzählen ein Stück Lebensgeschichte, aber was zählt? Besitz, Gegenstände, ein dickes Konto- nein – denn dann würden ja die Reichen satt, aber  werden sie jemals  satt? Geht nicht das Raffen weiter?

Unsere Beziehungen zählen in unserem Leben: Menschen, die mit uns durch dick und dünn gehen und gegangen sind. Menschen, die Zeit für uns hatten. Aber Menschen gehen – verlassen uns, ja können nicht bei uns bleiben, auch wenn sie möchten, weil sie sterben müssen.

Jesus Christus will Beziehung. Er möchte, dass wir in ihm sind und er möchte in uns sein. (Johannes 15,1-8) Jesus stirbt nicht, er lebt. Es ist schön, wenn er unsere Gebete erhört, aber noch schöner als seine Gaben ist er selber und das eins sein mit IHM. Es stimmt: Beziehungen zählen – nicht Sachen.

Joachim Stöbis


Konzentration auf Gott

19. März 2009

Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, so sehen unsere Augen toepfernauf den Herrn, unseren Gott, bis er uns gnädig werde. Psalm 123,2

Stelle dir vor, der Herr setzt sich zu dir, wenn du dich niedersetzt. Sprich mit ihm, wie wenn du mit deinem Freund redest. Sei dir seiner Nähe unbedingt bewusst. “Ich bin bei euch alle Tage.”

Konzentriere dich auf Ihn. Frage ihn, was er dir sagen möchte und er wird dir Dinge sagen, die in keinem Zusammenhang stehen zu dem, was du vorher gedacht hast. Doch dich wird es treffen – ermutigen und trösten.

Konzentration auf Gott ist ein inneres Sehen.

Wir lassen uns leicht gefangennehmen vom äußeren Sehen. “Eva sah, das von dem Baum gut zu essen war.” Dieses “Sehen” brachte sie zu Fall, denn es war die Konzentration auf das Irdische; es geht jedoch um die Konzentration auf das Himmlische. “Unsere Augen sehen auf den Herrn.”

Der Blick auf das Himmlische ist eher reizlos, wogegen das Sehen auf das Irdische voller Reize (reizvoll) ist.

Doch die Befriedigung unseres Herzens findet seine Erfüllung nie in der Konzentration auf das Reizvolle- (Irdische) sondern immer nur im Sehen auf den Herrn.

Die auf den Herrn sehen, werden strahlen vor Freude und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Fasse den Entschluß, einzig und allein auf den Herrn zu sehen. Fange damit in der Sache an, die dich jetzt bewegt.

Joachim Stöbis


Gottes Plan für Dein Leben

19. März 2009

kreuz-uber-dem-talGehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker. Matth. 28,19

Im Segen Gottes zu leben – so leben, daß ER uns segnet – und für andere ein Segen sein, ist das nicht immer wieder unser Wunsch?Entscheidend ist aber GOTTES Wunsch – SEIN Wille – SEIN Plan, für unser Leben.

Es kommt nicht darauf an, daß ich zum Ziel komme, sondern das Gott durch mich zum Ziel kommt.

Jesus sagt den Jüngern: “Gehet hin in alle Welt. Machet zu Jüngern alle Völker.” Die Jünger sind dazu da, Gottes Ziel für die Welt zu verwirklichen. Die persönlichen Ziele des Jüngers müssen immer hinter den Zielen des Herrn stehen. Wer dies verwechselt, wird an Jesus scheitern (wie Judas). Gottes Ziel (für die Welt) soll durch uns verwirklicht werden. Ist uns das bewußt?

Seien wir ehrlich: Wir sind immer bestrebt, daß unsere Ziele verwirklicht werden. Dies mögen hohe Ziele sein: Heiligkeit – mit Gott eins sein – mit Christus identifiziert zu werden.  All das ist wichtig, ja es entspricht dem Willen Gottes, aber es hat nie vorrangiges Ziel zu sein. Vorrangig ist, daß sich Gottes Plan durch unser Leben erfüllt. Wie ist das möglich? Einzig und allein dadurch, daß wir IHM unser Leben zur Verfügung stellen.

Eigene Interessen sind immer zweitrangig, auch wenn sie noch so heilig zu sein scheinen. Es geht einzig und allein darum, was Gott durch unser Leben erreichen will. Gott hat einen Plan für unser Land, ja, für die ganze Welt. Kann ER diesen Plan auch durch dich verwirklichen? Gott verwirklichte durch Christus sein Ziel für die Welt. Christus war gehorsam bis zum Tod. “Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe,” sagte Jesus in Gethsemane. Darum geht es – um SEINEN Willen.

Ist Dir bewußt, welche Aufgabe Dir zukommt? Deine Aufgabe besteht zuerst darin, deine Interessen, (deine Vorstellungen vom Leben) aufzugeben und dich Gott zur Verfügung zu stellen. Läßt Du das geschehen, werden Gottes Ziele und Deine Ziele zu einer Einheit verschmelzen. Das ist wahrhaft erfülltes Leben. Das ist auch wahre Heiligkeit und wahre Identifikation mit Christus.

Ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und hat sich selbst für mich hingegeben. Galater 2,20

Joachim Stöbis


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