Jesus comes back

18. April 2009

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Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.

17. April 2009

heic0506bPsalm 147

1 Halleluja! Lobet den HERRN! Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist lieblich und schön.
2 Der HERR baut Jerusalem auf und bringt zusammen die Verstreuten Israels.
3 Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
4 Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.
5 Unser Herr ist groß und von großer Kraft, und unbegreiflich ist, wie er regiert.
6 Der HERR richtet die Elenden auf und stößt die Gottlosen zu Boden.
7 Singt dem HERRN ein Danklied und lobt unsern Gott mit Harfen,
8 der den Himmel mit Wolken bedeckt und Regen gibt auf Erden; der Gras auf den Bergen wachsen lässt,
9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm rufen.
10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses und kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes.
11 Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.
12 Preise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott!
13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder in deiner Mitte.
14 Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen.
15 Er sendet sein Gebot auf die Erde, sein Wort läuft schnell.
16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche.
17 Er wirft seine Schloßen herab wie Brocken; wer kann bleiben vor seinem Frost?
18 Er sendet sein Wort, da schmilzt der Schnee; er lässt seinen Wind wehen, da taut es.
19 Er verkündigt Jakob sein Wort, Israel seine Gebote und sein Recht.
20 So hat er an keinem Volk getan; sein Recht kennen sie nicht. Halleluja!

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Es ist vollbracht

10. April 2009


Es ist vollbracht

sein letztes Stöhnen

andre verhöhnen

er wirkt versöhnen

Es ist vollbracht


Es ist vollbracht

Versöhnung mit Gottmathis_gothart_grc3bcnewald_023

trotz allem Spott

Er neigt sich – ist tot

Es ist vollbracht


Es ist vollbracht

sein Tod wirkt Leben

das war sein Streben

welch ein Segen

Es ist vollbracht


Es ist vollbracht

Segen durch seine Macht

hat er gebracht

in unsre Nacht

Es ist vollbracht


Es ist vollbracht

Ein für alle Mal

ist die Tür auf zum Himmelssaal

zu Hochzeit und Abendmahl

Es ist vollbracht


Joachim Stöbis

Foto:      http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mathis_Gothart_Gr%C3%BCnewald_019.jpg


Er nahm mich mit

9. April 2009

ostergruss


So nimm denn meine Hände

8. April 2009

Im Sommer habe ich Geburtstag. Nun war es in unserer Schule Sitte, dass man sich als Geburtstagskind ein Lied aussuchen konnte. Die meisten Schüler ließen sich “Das Wandern ist des Müllers Lust” oder “Am Brunnen vor dem Tore”, vorsingen. Ich wählte immer das Lied:

“So nimm denn meine Hände und führe mich, bis an mein selig Ende und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt, wo du wirst gehen und stehen, da nimm mich mit.”

joachim-schulklasseDen Mitschülern wurde das langsam lästig, dass sich der Stöbis schon wieder das fromme Lied wünschte. “Diesmal wählst du dir ein anderes Lied” wurde mir zugezischt. Doch ich sagte: “Das ist mein Geburtstag und ihr werdet mir singen, was ich will!” Beliebt wurde ich mit meiner Liedwahl bei den Mitschülern nicht.

„So nimm denn meine Hände“! Es war mir damals schon sehr wichtig das Gott das letzte Wort in meinem Leben hat. Ich wollte das Richtige tun, aber ich merkte, ich schaffe das nicht allein. Ich brauche jemand der mich an die Hand nimmt und mich führt. Wie sollte ich sonst durchs Leben kommen? Und dieser Jemand konnte für mich kein anderer als Gott selbst sein.

50 Jahre sind vergangen. Das Lied mag ich immer noch. Es ist für mich kein Beerdigungslied, sondern ein Lied fürs Leben bis in die Ewigkeit hinein.

Auch heute, wo ich schon in Rente bin, möchte ich von Gott geführt werden. Da möchte ich auch wissen was Gott von mir will. Gott ist zwar uralt, aber er ist kein Rentner und seine Kinder schickt er auch nicht in Rente. Darum darf ich ihn bitten: „Herr, hilf mir, heute etwas zu tun, was Ewigkeitswert hat.“

So nimm den meine Hände und führe mich
Bis an mein selig Ende und ewiglich!
Ich kann allein nicht gehen, nicht einen Schritt;
Wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit.

In deine Gnade hülle mein schwaches Herz,
Und mach es endlich stille in Freud und Schmerz.
Lass ruhn zu deinen Füssen dein schwaches Kind;
Es will die Augen schließen und folgen blind.

Wenn ich auch gar nichts fühle von deiner Macht,
Du bringst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht.
So nimm denn meine Hände und führe mich
Bis an mein selig Ende und ewiglich!

Julie Hausmann

so-nimm-denn-meine-hande

Wer mehr von Julie Hausmann erfahren möchte hier der Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Julie_von_Hausmann


“bildern” nannte ich es

8. April 2009

moses-zerbricht-die-gesetzestafelnEs gab ein paar Bücher zu Hause. Darunter waren zwei besonders dicke und dementsprechend schwere Bücher. Es war die Bibel, das alte und das neue Testament mit Bildern. Ab und zu bettelte ich bei meiner Mutter, ob ich mal wieder „bildern“ dürfe. Und mit „bildern“ meinte ich „Bibel anschauen“! Sie gab mir die Bibeln nicht so gern und ermahnte mich jedesmal, ja vorsichtig zu blättern. Mit meinen 4-6 Jahren war ich noch nicht so ein guter blätterer. Ab und zu bekam eine Seite einen kleinen Riss. Ich war glücklich, wenn ich die Bibeln anschauen durfte. Es gab so viel zu sehen. david-und-goliathWie David dem Goliath den Kopf abschlug. Mose mit einem zornigen Gesicht und den beiden Tafeln in der Hand. Daniel in der Löwengrube. Jesus in der Krippe, mit Maria und Josef. So war ich in der Bibel zu Hause. Die Botschaft kam von den Bildern, aber nicht nur das, meine Eltern glaubten beide an Jesus.

Wir hatten auch noch einen kleinen Bildband, den ich öfter haben durfte: Szenen aus dem Leben Jesu. Ein Bild sprach mich besonders an. Jesus am Kreuz. Frauen standen um das Kreuz herum. Eine typische jesus-am-kreuzKreuzigungsszene. Eines Tages bin ich damit zu meiner Mutter gegangen. Ich wollte alles über die Kreuzigung wissen. Meine Mutter erklärte mir dass Jesus für unsere Sünden starb. Aber ich begriff nicht, warum man ihn ans Kreuz schlug. Ich umklammerte, bitterlich weinend, die Beine meiner Mutter und wollte mich nicht trösten lassen. Warum hatte man Jesus das angetan, er war doch unschuldig. Er hatte doch niemand Böses getan. Ich konnte nicht verstehen, dass Menschen so böse sein konnten und Jesus einfach an ein Kreuz schlugen.

Mit diesen Bildern wuchs ich auf. Und genaugenommen waren es ja nicht nur Bilder, sondern die Bilder enthielten eine gemalte Botschaft. Die Botschaft von der Sehnsucht Gottes nach uns Menschen.

Die Sehnsucht Gottes uns Menschen für Immer & Ewig in seine Gegenwart zu holen. Dafür tat Gott alles, ja dafür opferte er sogar seinen einzigen Sohn, JESUS!jesus-wandelt-auf-dem-meer

Und so „bilderte“ ich mich als Kind immer wieder durch die Bibel und die Geschichten wurden mir vertraut. Was ich nicht verstand, da konnte ich zu meiner Mutter gehen und fragen. Mein Vater war ja weg um zu arbeiten, der hätte es mir auch gesagt.


KINDERGARTEN gehen, mochte ich nicht!

5. April 2009

joachim06Kindheit in Reckenfeld

Eines Tages war ich alt genug und sollte in den Kindergarten. Weil es keinen evangelischen Kindergarten gab, sollte ich zu den katholischen Nonnen nach “Marienfried”. Als ich diese Nachricht hörte,  habe ich erst mal Rotz und Wasser geheult. Ich sah das überhaupt nicht ein, von der Mama wegzukommen. Es wurde mir zwar erklärt warum, aber das sah ich nicht ein. Der Grund war wohl unser Textilgeschäft, welches meine Mutter hauptsächlich führte. Sie hatte zu wenig Zeit für mich. Aber ich wollte ihr eh nicht zur Last fallen, Hauptsache ich blieb zu Hause. Aber es gab kein Pardon.

Der Weg zum Kindergarten war weit. Von dem Ortsteil D, Amselstraße 3 (heute Adlerstraße 3) wo wir wohnten, bis nach B in die Nordwalder Straße waren es zirka 2 km. Für mich ein endlos weiter Weg und eine endlos lange Zeit, die ich von meiner Mutter getrennt war. Meine Mutter brachte mich morgens mit dem Fahrrad dorthin und holte mich am Nachmittag gegen 4 Uhr wieder ab.

Das Schlimmste im Kindergarten war der Mittagsschlaf. Vom Mittagsschlaf hielt ich überhaupt nichts. Da wurden die, an den Seitenwänden aufgestapelten, Kinderbetten im Raum aufgestellt und dann sollte ich auf Kommando schlafen können. Alle schliefen und ich war wach. Wach sein, ruhig im Bett liegen und nicht spielen können, war für mich eine tägliche Plage.

haus_marienfried_-50ger_jahreDas Mittagessen war auch so eine Sache. Ich war sowieso ein heikler Esser. Sehr genau habe ich das Essen, auf Essbares untersucht. Das hat dann immer länger gedauert, bis ich das Essbare vom nicht Essbaren getrennt hatte. Eines Tages gab es Kohlrabi. Bei Kohlrabi brauchte ich nicht zu sortieren. Kohlrabi mochte ich überhaupt nicht. Eine Nonne sah das aber anders. Sie setzte sich zu mir. Die andern Kinder hatten sich alle schon hingelegt und schliefen. Ich saß vor meinen inzwischen eiskalten Kohlrabis und würgte eines nach dem anderen hinunter. Ab und zu würgte ich auch hinauf. Die Nonne hatte sehr viel Geduld mit mir. Oder sie bewies in ihrer Ungeduld sehr viel Geduld. Auf jeden Fall war ich erst fertig mit den Kohlrabis, bis der Teller wirklich ganz leer war. Dann durfte ich mich auch noch hinlegen. Aber diesmal brauchte ich mich nur noch kurz hinlegen, denn die ganze Mittagspause hatte ich mich mit Kohlrabi essen rumgeschlagen.

Wie schon erzählt wurde ich jeden Nachmittag von meiner Mutter wieder mit dem Fahrrad abgeholt.  Ein Auto hatten damals die Wenigsten. Eines Tages wurde ich nicht abgeholt oder mir schien es nur, weil früher aus war. Also machte ich mich auf den Weg meiner Mutter entgegen. Und dann sah ich auch schon meine Mutter, wie sie an mir vorbeifuhr. Ich schrie laut; “Mama, Mama, Mama!” aber sie hörte mich nicht. Verzweifelt fing ich an zu rennen, hinter meiner Mutter her, aber sie fuhr mir davon. Sie hatte mein Schreien nicht gehört. Meine Mutter war Richtung Bahnhofstraße gefahren, wo meine Großeltern wohnten. Ich lief also zur Bahnhofstraße. Aber meine Mutter war nicht dort. Aber jetzt war ich wenigstens bei den Großeltern. Der Großvater machte sich auf den Weg um meine Mutter zu suchen, die mich in der Zwischenzeit verzweifelt gesucht hatte. Bei meiner Großmutter habe ich mich erst einmal  ordenltlich ausgeheult, denn ich konnte nicht verstehen, das meine Mutter mich so im Stoch gelassen hatte. Es hat lange gedauert, bis ich mich beruhigt hatte. Warum war mir meine Mutter einfach davongefahren. Endlich kam sie zur Tür hinein. Sie war glücklich, mich gefunden zu haben. Sie erzählte, daß sie mich wie gewohnt, beim Kindergarten abgeholt hatte, aber ich sei nicht mehr da gewesen. So langsam begriff ich, daß die Frau hinter der ich hergelaufen war, gar nicht meine Mutter gewesen war.

Irgendwann sahen dann meine Eltern ein, daß das mit dem Kindergarten nicht das Richtige für mich war. Ich durfte wieder zu Hause bleiben. Wie froh war ich darüber, aber dann hieß es:

“Es gibt jetzt einen neuen evangelischen Kindergarten ganz in unserer Nähe, da gehst du jetzt hin.”  Wieder ging das Theater von vorne los. Kindergarten gehen hat mir überhaupt nicht gefallen. Wir hatten ja schließlich einen großen Garten und da gab es viel Platz zum spielen, wozu dann in den Kindergarten gehen?

Joachim Stöbis


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